subvision Festival Pressearbeit

Vom 26. August bis zum 6. September 2009 treffen sich anlässlich des Festivals für Gegenwartskunst “subvision. kunst. festival. off.” mehr als 30 Künstlerinitiativen aus 20 Ländern in Hamburg. Bei einem Pressegespräch am 09.06.2009 auf dem Strandkai der Hamburger HafenCity, dem zukünftigen Festivalgelände, haben die Kuratorin Brigitte Kölle und der künstlerische Leiter Martin Köttering erstmals die Liste der teilnehmenden Künstlerinitiativen präsentiert.

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Festival-Idee

subvision stellt Initiativen in den Mittelpunkt, die jenseits traditioneller Formen des Kunstbetriebs mit seinen Messen und Biennalen neue Ausstellungs- und Vermittlungsformate erproben. Zum ersten Mal kommen Künstlerinitiativen aus der ganzen Welt an einem Ort zusammen, deren Arbeitsweisen und Strategien der Präsentation und Distribution von Kunst sich außerhalb etablierter Institutionen und kommerzieller Strukturen bewegen. Dazu zählen freie Ausstellungsräume – so genannte „Off Spaces“ oder „Artist-run Spaces“, nomadische Projekte, spezielle Archive, eigenverlegte Magazine wie auch alternative Vermittlungsnetzwerke oder Forschungsprojekte. Kuratorin Brigitte Kölle zur Auswahl: „Mit subvision wollen wir ein internationales Panorama entwerfen, das sowohl Einblicke in ein lebendiges, weites Feld ermöglicht als auch der Eigenständigkeit und Besonderheit einzelner Initiativen gerecht wird.“

Vernetzung

subvision gliedert sich in drei Teile: eine Ausstellung, die sich abhängig von der Dynamik der vor Ort arbeitenden Künstler im Laufe des Festivals immer wieder verändern wird; eine temporäre Akademie mit Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Seminaren; sowie ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit Performances, Buchpräsentationen und Konzerten. Die besondere Mischung aus Ausstellungs- und Arbeitssituation eröffnet neue Möglichkeiten der Vernetzung – zwischen den einzelnen Künstlerinitiativen als auch mit interessierten Besuchern.

Architektur

Die Architektur Werkstatt Hamburg hat gemeinsam mit der HafenCity Hamburg GmbH eine temporäre Ausstellungsarchitektur aus Schiffscontainern und Baugerüsten entworfen, die sich an urbanistischen Modellen orientiert. So entsteht auf dem Strandkai eine „Stadt in der Stadt“, die mit ihrer Block-Struktur sowohl an den Stadtplan von Manhattan als auch an ein Spielfeld erinnert. Jedes Einzelfeld besteht aus ein bis drei Containern in den Farben der Reedereien – Rot (Hamburg Süd), Blau (NYK) und Grün (Capital Intermodal) – und wird von jeweils einer Künstlergruppe „besetzt“. Orte der gemeinsamen Nutzung wie Veranstaltungshalle und Café fördern das partizipatorische Moment. Alle baulichen Elemente und Materialien werden nach Ablauf des Festivals weiterverwendet.

Schauplatz

Die HafenCity Hamburg als derzeit größtes innerstädtisches Bauprojekt in Europa ist ein idealer Schauplatz für subvision, weil sie zugleich Kontext und Kontrastfläche zu den künstlerischen Inhalten und Fragestellungen bildet. Dieses produktive Spannungsverhältnis ist erwünscht. subvision nutzt eine 10.000 Quadratmeter große Fläche auf dem Strandkai in der westlichen HafenCity – ein „Filetstück“ direkt an der Elbe und in unmittelbarer Nähe der Elbphilharmonie – für eine kraftvolle künstlerische Setzung, von deren überregionaler Ausstrahlung die Stadt Hamburg auf vielen Ebenen profitieren kann.

Kooperation

Ermöglicht wird subvision auf Initiative der Hochschule für bildende Künste Hamburg in Kooperation mit den Deichtorhallen und der Hamburger Kunsthalle sowie durch die Unterstützung zahlreicher öffentlicher und privater Förderer. „Wir freuen uns sehr, dass gerade in einer extremen Krisenzeit eine so breite Unterstützung für ein Projekt zustande kommt, in dem Künstlerinitiativen eine Plattform für neue und andersartige Arbeitsformen finden. Von subvision kann eine große Signalwirkung ausgehen“, so der Präsident der HFBK Martin Köttering.

03.08.2009
von scoop think tank

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