SunExpress Reisetipp Redaktion

SunExpress Seit November 2009 recherchieren und schreiben wir für den türkischen Fluganbieter SunExpress Reisereportagen, kulturgeschichtliche Essays und Stories zur türkischen Gegenwartskultur. Die übersichtlich gehaltenen Artikel werden von SunExpress online publiziert – als inhaltsreiche Maßnahme der firmeneigenen PR und als Service für interessierte Türkeireisende. Die Idee der SunExpress Reisetipps entstand aus einem kombinierten Interesse heraus: Statische Service-Websites mit Scrollbars und komplexen Menüführungen für Flug- oder Hotelbuchungen wirken allzuleicht textarm und unlebendig. Man fühlt sich als User nicht unbedingt eingeladen, sich für die Themen und Inhalte des Website-Betreibers zu interessieren. Dem in Antalya und Frankfurt ansässigen Fluganbieter SunExpress, eine Tochterfirma der Lufthansa und der Turkish Airlines, war daher daran gelegen, den statischen Bereich der Flugbuchung um einen flexiblen, performancestarken Redaktionsbereich zu erweitern, der Reisenden fundierte und hilfreiche Hintergrundinformationen zu Kultur, Gesellschaft und Geografie der Türkei liefert. In unseren Augen eine ausdrucksstarke und wirkungsvolle Kombination aus Web-Performance, PR und ernst genommenem Kundenservice. Themenwahl, Recherche und Redaktion: Olaf Bargheer (scoop think tank / Hamburg). SEO und Online Marketing Beratung: spacedealer (Agentur für Online Media und Marketing / Berlin).

Auswahl SunExpress Reisetipps

[Reisetipp Türkei / Ressort: Gegenwartskultur / Sparte: Literatur]
Orhan Pamuks Erinnerungen an Istanbul

“Die schwarzweißen Gestalten, die an Wintertagen im frühen Abenddunkel nach Hause hasten, vermitteln mir das Gefühl, daß ich zu dieser Stadt gehöre und mit diesen Menschen etwas gemein habe.” Diese Passage steht auf dem Cover der deutschen Ausgabe von Orhan Pamuks bekanntem autobiografischen Roman “Istanbul – Erinnerungen an eine Stadt” von 2005. Der 1952 in Istanbul geborene Orhan Pamuk gilt spätestens seit der Verleihung des Literatur-Nobelpreises im Jahr 2006 als einer der bedeutendsten, aber auch umstrittendsten Schriftsteller der Türkei – und wird international als großer, europäisch und orientalisch geprägter Erzähler wahrgenommen. Seine Bücher wurden mittlerweile in 35 Sprachen übersetzt und in über 100 Ländern veröffentlicht. weiterlesen

[Reisetipp Türkei / Ressort Reiseziele]
Antakya – Mittelalterliche Metropole an der Nahtstelle zum Nahen Osten

Das Hatay, die südlichste Provinz der Türkei, ist das Tor zum arabischen Nahen Osten. Abseits der großen Touristenzentren gelegen, bieten die abwechslungsreichen Landschaften und die stimmungsvollen Provinzmetropolen Iskenderun und Antakya, das frühere Antiochia, ein lohnenswertes Alternativziel für Türkeireisende, die eine Weiterreise vom Zielflughafen Antalya nicht scheuen. Das Hatay hat eine weit zurückreichende und wechselhafte Geschichte an der Nahtstelle zwischen unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Staaten: sunnitische und christliche Araber, Alewiten, türkische Sunniten, Aramäer und Armenier bilden ein Bevölkerungsgemisch, das mittlerweile das friedliche Nebeneinander pflegt und den multikulturellen Metropolen ein buntes Gesamtbild gibt. Die Region war seit der frühen Christianisierung ein Spielball der Geschichte: alle Weltreligionen und Heere der damaligen Welt zogen durch das Hatay und drückten den Städten und Landschaften ihren Stempel auf. weiterlesen

[Reisetipp Türkei / Ressort Reiseziele]
In Istanbul die Wurzeln Europas entdecken – Kulturhauptstadt Europas 2010 und Biennale 2011

Auf dem Weg zur Mitgleidschaft in der Europäischen Union wird die Türkei 2010 einen großen Schritt tun: Die Stadt an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien, zwischen Okzident und Orient wird, gemeinsam mit dem ungarischen Pesc und dem deutschen Essen, Kulturhauptstadt Europas. Die im Herbst 2009 zuende gegangene 11. Istanbul Biennale hat zudem gezeigt, dass die türkische Metropole ein kreativer Hot Spot ist, der Intellektuelle, Künstler, Designer, Filmemacher und Autoren anzieht. Wie lebendig die Kunstszene in der pulsierenden Hauptstadt des Landes ist, hat sich in Europa mittlerweile herumgesprochen. Viele der auf der Istanbul Biennale ausstellenden Künstler bewegen sich längst stilsicher auf internationalem Parkett. Neugierig strömte die internationale Kunstszene an den Bosporus, um sich einen Überblick über die aufregende, quirlige Szene Istanbuls zu verschaffen. weiterlesen

[Reisetipp Türkei / Ressort Kulturgeschichte]
Deutsche Gründlichkeit für türkische Autos – der TÜV Türk

Man kommt nicht darum herum festzustellen: Vom mitteleuropäischen Standpunkt aus gesehen sind die Autos auf türkischen Straßen in einem beklagenswerten Zustand. Der schlechte Zustand ist nicht direkt gewollt; aber die meisten Türken sind finanziell nicht in der Lage, sich ein neues, verkehrssicheres Auto zu leisten. So fahren sie mit alten, oft klapprigen Fahrzeugen, bei denen Reifen, Bremsen und Scheinwerfer sich in desolatem Zustand befinden. Damit soll nun Schluss sein: Die türkische Regierung hat die Devise ausgegeben, den Sicherheitsstandart türkischer Autos bis 2013 auf europäisches Niveau zu bringen – auch mit Blick auf die Anforderungen einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Für dieses ehrgeizige Ziel sucht man Unterstützung von den für Qualität bekannten Deutschen: Der deutsche TÜV richtet im Auftrag des türkischen Verkehrsministeriums Prüfstationen im ganzen Land ein und testet Autos mit der berüchtigten deutschen Gründlichkeit – was bei türkischen Autobesitzern vielerorts auf blankes Unverständnis stößt.

[Reisetipp Türkei / Ressort Gegenwartskultur / Spezial Fußball]
Fußballclubs in Istanbul I – Fenerbahce

Fußball, sagte der heutige Trainer der deutschen Nationalmannschaft Joachim Löw während seiner Zeit auf der Trainerbank bei Fenerbahce Istanbul (1998 / 1999), Fußball sei in der Türkei wie eine Religion. In der Hauptstadt am Bosporus stehen sich seit über 100 Jahren drei Vereine unvereinbar gegenüber: Fenerbahce, Galatasaray und Besiktas konkurrieren jedes Jahr um den türkischen Pokal und die Meisterschaft der Süper Lig. SunExpress stellt Ihnen die Charakteristika und die unterschiedlichen Werdegänge der drei Hauptstadtvereine vor. In diesem Artikel: Fenerbahce, der mit Abstand mitgliederstärkste und reichste der drei Clubs. weiterlesen

[Reisetipp Türkei / Ressort Gegenwartskultur / Sparte Literatur]
Der Schriftsteller Nedim Gürsel und sein Roman „Der Eroberer“ (1998)

Als dritter der drei bedeutenden zeitgenösischen Schriftsteller der Türkei (neben Orhan Pamuk und Yasar Kemal, denen jeweils ein SunExpress Literaturtipp gewidmet ist) gilt der 1951 geborene Nedim Gürsel. Seine mit vielen Preisen bedachten Romane, Erzählungen, Essays und Reiseberichte stehen in einer Linie mit den postmodernen Werken der großen europäischen Schriftsteller – sicherlich auch deshalb, weil Nesim Gürsel seit den frühen siebziger Jahren in Paris lebt, wo er an der Sorbonne zunächst studiert und promoviert hat und heute zeitgenössische türkische Literatur lehrt. Seinen 1998 auf Türkisch und 2000 auf Deutsch erschienenen Roman „Der Eroberer“ stellt SunExpress Ihnen in diesem Literaturtipp vor. weiterlesen

[Reisetipp Türkei / Ressort Gegenwartskultur / Sparte Kino]
Der Regisseur Erden Kiral und sein Film „Der Jäger“ (1998)

Das türkische Kino ist im Vergleich mit der französischen oder italienischen Filmgeschichte noch sehr jung: bis vor etwa 30 Jahren besaßen türkischen Produktionen kaum internationale Relevanz. Seit Filmen wie „Yol – Der Weg“ von 1983 oder „Uzak – Weit“ von 2003, die auf internationalen Filmfestspielen renommierte Preise gewannen, ist das türkische Kino auch außerhalb seines Heimatlandes bekannt und geschätzt. Die SunExpress Filmtipps geben ihnen einen Überblick und stellen ihnen die ausdrucksstärksten türkischen Filme im Einzelnen vor. Hier: „Der Jäger“, eine filmische Parabel des Regisseurs und Drehbuchautors Erden Kiral. weiterlesen

[Reisetipp Türkei / Ressort Gegenwartskultur / Sparte Kino]
Sibel Kekillis Comeback auf der Berlinale 2010: “Die Fremde” – Regiedebut von Feo Aladag

Sibel Kekilli hat einen steilen Aufstieg als Schauspielerin hingelegt, nachdem sie 2002 in einem Kölner Café angesprochen wurde um die Hauptrolle in Fatih Akins preisgekrönten Film „Gegen die Wand“ zu spielen. Trotz all der Loorbeeren und Interviews war es in den vergangenen Jahren ruhig um die 30-jährige Deutsch-Türkin geworden. Nun ist sie wieder da: Im Film „Die Fremde“ der türkischen Newcomer-Regisseurin Feo Aladag spielt sie erneut eine junge Türkin, die zwischen Tradition und Emanzipation hin und hergerissen wird. Feo Aladags in Istanbul und Berlin gedrehter Film ist einer der herrausragendsten Beiträge der „Panorama“ Sparte auf den „Berlinale“ Filmfestspielen 2010.

04.03.2010
von scoop think tank

Kommentieren