subvision Festival Online Redaktion

Am Mittag des Festivaleröffnungstages fand sich eine fünfköpfige Online-Redaktion im subvision Pressecontainer ein: Olaf Bargheer fährt seit anderthalb Jahren die Kommunikationsstrategie für subvision. Wer seine Texte für das DARE Magazin kennt, weiss aber um seine redaktionelle Unbestechlichkeit. Damit die Grenzen zwischen PR und Journalismus dennoch nicht verschwimmen, widmet Olaf sich bei subvision vornehmlich den “weichen Themen”: kleine Geschichten und Gossip aus dem organisatorischen Umfeld des Festivalbetriebes. Ele Jansen ist Projektmanagerin und online-Redakteurin aus Leipzig und lebt die verschiedenen Cluster der Creative Industries. Wir sind froh über ihren Blick von außen, der die kunstspezifischen Inhalte ihrer Reports in größere Zusammenhänge zu setzen verspricht. Jennifer Smailes, Christina Ruppert und Sabrina Schmid sind als Crewmitglieder drei Wochen lang durchgehend am Strandkai vor Ort. Diskussionsrunden, Panels und Präsentationen von Künstlerinitiativen ohne die Anwesenheit von einer der dreien sind daher nicht zu erwarten.

Foto: Gesprächspartner der Chto delat Panel Diskussionsrunde während des subvision Festivals.

Eine zwar unvollständige aber aussagekräftige Berichterstattung über unsere zwölftägige Akademie sollte durch den präzisen Blick der drei gewährleistet sein. Ein kleiner Disclaimer noch: Eine online Redaktion steht Vorwürfen der Geschwätzigkeit und Ungenauigkeit schutzlos gegenüber. Ein Blog ist kein Symposiumsreader. Eine lebendige Berichterstattung ist uns an manchen Stellen wichtiger als vollständige Präzision beim Ausloten heikler Begrifflichkeiten. Alle unsere Beiträge jedenfalls sind mit Kommentarfunktion ausgestattet. Ein Überblick über die Reportagen der 12 Festivaltage:

Im Endergebnis seid ihr Produkte – wärt gern Summen

Vor dem Start der “HafenCity bleibt!” Runde im Baltic Raw Tower zog sich schweres Wetter von Richtung St. Pauli über dem Strandkai zusammen. Das konnte, wer mochte, metaphorisch sehen. Zwei Stunden später war man durchaus schlauer und angenäherter, ein Commitment oder eine Chance für eine befriedigendere Hamburger Stadtplanung kam erwartetermaßen nicht zustande. weiterlesen

Einskommafünfmillionen zu fünfzig

Einskommafünfmillionen zu fünfzig, dies, sagt Harald Stazol, sei in etwa das Verhältnis seiner Leserzahlen 1999 zu 2009. Stazol verbringt seine Zeit bei subvision mit dem Versuch, Olof Olsson die Rolle des bestangezogendsten Künstlers streitig zu machen und gemeinsam mit einer Reihe weiterer Redakteure Jan Holtmanns “Harbour Mass” Magazin herauszugeben. weiterlesen

Fundsachen

Ein Apple-DVI-Adapter ist das simpelste Tool, um einen Künstler glücklich zu machen. Sollte man bei einem Festival immer in der Tasche haben, neben einer Packung Kabelbinder und einer Rolle Gaffatape. weiterlesen

Kriechstrom

Man muss es offen aussprechen: Am ersten Wochenende sind wir abgesoffen. Der Baltic Raw Verschalungsbau ist ein zimmermannstechnischer und ästhetischer Genuss, aber eine improvisiert verspannte Bauplane bewahrte ihn nicht vor den üppigen spätsommerlichen Regenschauern des Samstagabends. weiterlesen

In, auf und zwischen den Containern

Die von der Architekturwerkstatt Hamburg geplante Festivalarchitektur hat es oft nicht leicht. Sie wurde viel kritisiert: als “vielleicht etwas zu platt“, als “maritim” und als “nicht sonderlich neu“, weil bei der Art Basel Miami schon da gewesen, als “zu dominant gegenüber der Kunst” oder an einen “Künstlerstreichelzoo” erinnernd. weiterlesen

Tauschgeschäft unter Ungleichen

Seit Richard Floridas Idee, dass eine vibrierende “Creative Class“ maßgeblich zur Attraktivität eines Wirtschaftsraumes beiträgt, verweisen Stadtmarketer mit Vorliebe auf “ihre Kreativen“. weiterlesen

Pimp my CV

Ein Künstler, soviel darf behauptet werden, ist in erster Linie mal ein Selbstdarsteller. Und als solcher ist er angewiesen auf ein möglichst großes Publikum. Was aber, wenn es nicht klappt mit der Aufmerksamkeit? Dann greift die Kunst nach den Waffen des herrschenden ökonomischen Systems und buhlt professionell um öffentliche Aufmerksamkeit. weiterlesen

Widersprüche unerwünscht

Lebten wir in konfuzianischer Tradition und nicht in der rationalistischer abendländischer Philosophen, wäre der Disput um das Hamburger subvision Festival wahrscheinlich gar nicht erst aufgekommen. Die Kritik, Off-Kunst in der Hafen City feiern zu wollen und es damit ins kommerzielle “On“ zu hieven, belegt die Paradoxie, die laut Konfuzius jedem Ding inne wohnt. weiterlesen

(Dis)comfort (Im)materiality

Marcos Ramirez Erre, Leiter und Gründer des artist-run space Estación, Tijuana, steht gemeinsam mit dem von ihm eingeladenen Architekten Sebastian Mariscal im Rahmen des ersten Artist Talks der subvision Akademie provokanten Fragen Rede und Antwort. weiterlesen

27.08.2009
von scoop think tank

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